Berichte

Tatkräftige Helferinnen und Helfer beim Nistkastenbau

Dieses Jahr lud der Natur- und Vogelschutzverein Niederrohrdorf an einem Samstag zum Nistkastenbau ein.  

Die Teile für 14 Meisennistkästen lagen bereits ausgesägt bereit. Nach einer kurzen Einführung machten sich 16 Kinder in Begleitung von 13 Erwachsenen ans Werk. Erst wurden Löcher gebohrt und dann die Teile richtig zusammengeschraubt.

Die Znünipause nutzte Thomas Vogler, um den Anwesenden zu erläutern, wozu der Verein die Nistkästen braucht. Die Meise gehört zu den Höhlenbrütern. Im Frühling sucht sich das Pärchen eine Bruthöhle. Ein Nistkasten ist, wenn er an der richtigen Stelle aufgehängt ist, wo kein Feind leichter Zugang hat, ein sicherer Brutort. Die Meisennistkästen werden auch von anderen Vögeln wie dem Sperling, dem Trauerschnäpper oder dem Kleiber genutzt, wobei der Kleiber jeweils das Einflugsloch noch bearbeitet, indem er es so weit zukleistert, dass nur noch er selber durchs Loch schlüpfen kann.
Im Herbst wird der Verein alle Nistkästen wieder kontrollieren und defekte Exemplare, welche morsch sind oder von einem Specht beschädigt wurden, ersetzen. Nun sind genügend Ersatzkästen bereit.

Der NVN entdeckte die Schönheiten am Chly Rhy

Die Herbstwanderung des Natur- und Vogelschutzvereins Niederrohrdorf führte zum Chly Rhy.

Zwölf Teilnehmende fuhren mit Bus und Zug nach Bad Zurzach, von wo aus es zu Fuss entlang des Rheins weiterging. Ein grosses, altes Holzwasserrad klapperte imRhein.

Die Türe bei der Barzmühle stand offen. Ganz unverhofft erhielt die Gruppe Einblick und erfuhr vom Mühlenmeister viel Wissenswertes über den Bau und die Funktion der alten Mühle.

Schon bald erreichte man die Aue Chly Rhy, welche das Herzstück des Auenschutzparks am Rhein bildet. Die in den Jahren 2014/2015 ausgehobenen Weiher und Tümpel tragen zum Erhalt der Artenvielfalt bei. Unterwegs und vom Turm aus konnten verschiedene Vögel wie Gänsesäger, Graureiher, Silberreiher, Kiebitze, Falken und Eichelhäher beobachtet werden. Löcher in Sandwänden wiesen auf die Anwesenheit von Eisvögeln hin und da und dort wurden Spuren des Bibers entdeckt. Weiter unten am Koblenzer Laufen hörte man Stromschnellen tosen.

Gut gelaunt und überzeugt davon, dass sich das Gebiet erfreulich entwickelt, kehrte die gesellige Gruppe von Koblenz mit Zug und Bus heim.

Erfolgreicher Pflegeeinsatz im Taumoos

Die Organisatoren Ueli Schibli und Paul Vogler staunten, dass zum Pflegeeinsatz gegen 50 Taumoosfreunde (Mitglieder des Natur- und Vogelschutzvereins, des Feuerwehrvereins, des Pilzvereins, der Jagdgesellschaft sowie weitere Freiwillige) erschienen. Damit hatten sie beim herrschenden schlechten Wetter und den diversen Entschuldigungen nicht gerechnet.  

Der Förster Guido Schibli hatte bereits anfangs Woche mit seinem Team einen Teil im Taumoos und im Gebiet Torfmoos vorgemäht. Fleissig wurde nun weitergemäht und das Schnittgut nach draussen getragen. Diese Arbeit dient dazu, dass Nährstoffe, welche die Moorpflanzen an ihrer Entwicklung hindern, abtransportiert werden. Eine Gruppe widmete sich der Entfernung invasiver Neophyten im Torfmoosgebiet.

Belohnt wurde der Einsatz mit einem feinen Znüni und einem schmackhaften Mittagessen. Jeder bekam genug, denn die Meldung der stattlichen Anzahl Helfer und Helferinnen wurde von den Organisatoren sofort ans Verpflegungsteam Anita Schibli, Anni Vogler, Mathilde Suter und Käthi Kessler sowie dem Grillmeister Franz Preuss weitergeleitet.

Josef Gasser, Naturschutzbeauftragter und Leiter des Einsatzes, berichtete beim Mittagessen wiederum Interessantes über die Tier- und Pflanzenwelt der Niederrohrdorfer Möser. Dieses Jahr kamen nur wenige Orchideen zum Blühen. Das Wetter sorgte dafür, dass die anderen Pflanzen schneller wuchsen und dadurch den Orchideen das nötige Licht nahmen. Er beschrieb, wie die Wespenspinne ihr Netz baut und dann ihre gefangene Beute mit ihrem Faden wie eine Mumie einwickelt. Ob jemand mal Glück hat und dies in der Natur beobachten kann?