Berichte

Jung und Alt aktiv für den Erhalt der Naturschutzgebiete in Niederrohrdorf

Während die einen für den Umweltschutz demonstrieren, setzen sich andere aktiv für den Erhalt von Naturschutzgebieten ein. 46 Helfer und Helferinnen, fast die Hälfte davon Kinder und Jugendliche, folgten dem Aufruf des Natur- und Vogelschutzvereins Niederrohrdorf zum Herbstpflegeeinsatz in verschiedenen Naturschutzgebieten.  

Die Nebelschwaden und die Wolken, aus denen es in der Nacht geregnet hatte, verzogen sich, während Josef Gasser am frühen Morgen den Helferinnen und Helfern erklärte, welche Arbeiten zu erledigen seien. Alle legten im Gebiet des Pumpwerkes Torfmoos los: Das vom Forstteam in den Vortagen geschnittene Riedgras wurde zusammengerecht, herausgetragen und auf den Anhänger geladen. Damit alles Platz fand, wurde auch fleissig gestampft.

Während die einen nach der stärkenden Pausenverpflegung im Torfmoos weiterarbeiteten, begab sich eine Gruppe in die Schneeschmelzi, wo ebenfalls Riedgras geschnitten und heraustransportiert werden musste und ein weiterer Trupp entfernte kanadische Goldruten (invasiver Neophyt) im Torfmoosgebiet.

Belohnt wurde der frondienstliche Einsatz am Mittag mit der traditionellen Berner Platte und einem feinen Dessert im Schulhaus Rüslerberg.

20 neue Nistkästen gebaut

Der Natur- und Vogelschutzverein Niederrohrdorf lud wiederum an einem Samstag zum Nistkastenbau ein.  

8 Kinder- und 26 Erwachsenenhände bauten innerhalb zweier Stunden 19 Nistkästen für Meisen und einen Eulenkasten zusammen. In den Vortagen hatten Markus Egloff und Paul Vogler die einzelnen Teile ausgesägt. Nun mussten Löcher gebohrt und die Teile zusammengeschraubt werden: Boden, Dach, linke und rechte Seiten- sowie die Rück- und Vorderwand. Rund ums Einschlupfloch wurde ein Metallteil angenagelt, damit z.B. der Specht nicht das Loch vergrössert und so Feinden den Zugriff auf die junge Brut ermöglicht. 

Am 19. Oktober 2019 findet die Nistkastenreinigung statt. Da wird dann der eine oder andere sanierungsbedürftige Kasten mit einem neuen Modell ausgetauscht.

Der NVN zu Besuch im Naturschutzzentrum Klingnauer Stausee

Die Herbstwanderung des Natur- und Vogelschutzvereins Niederrohrdorf führte ins Naturschutzzentrum Klingnauer Stausee, das im Mai 2019 eröffnet worden war.

Die 21 Teilnehmenden erlebten in zwei Gruppen eine Führung durchs Zentrum, nahmen Einblick in die renaturierte Aussenanlage  und bestiegen den Aussichtsturm. Anhand eines dreidimensionalen Bilderbuches wurde die Entwicklung der Gegend, wo sich heute der Klingnauer Stausee befindet, eindrücklich dargestellt und erläutert. Von der Decke hing ein Modell, welches Aufschluss über den Vogelzug gab. Weiter konnte man sich Informationen zur Tier- und Pflanzenwelt rund um den Klingnauer Stausee holen. Mit dem Film wurden das erworbene Wissen zur Landschaftsentwicklung vertieft sowie die ornithologischen Kenntnisse mit ausgezeichneten Vogelaufnahmen aufgefrischt und erweitert. 

Nach einem Picknick unter dem Vordach im Zentrum wurde die Wanderung durch den Regen dem See entlang bis zum Restaurant Kreuz fortgesetzt, wo Einkehr zu einem Kaffee gehalten wurde, bevor man mit dem Bus die Heimkehrt antrat.