Berichte

87. Mitgliederversammlung des Natur- und Vogelschutzvereins Niederrohrdorf

Vereinspräsidentin, Maria Gschwend, konnte am Freitag, 18.1.2019, 41 Vereinsmitglieder und  6 Gäste zur Mitgliederversammlung im Gemeindesaal Niederrohrdorf begrüssen.

Im ersten Teil stellte Martin Schuck kurz den Dachverband BirdLife Schweiz vor und berichtete spannend und verständlich über die Artenförderung von Wendehals, Gartenrotschwanz und Wiedehopf. Die Förderung der Vielfalt bei den Vogelarten bedingt eine Förderung der Vielfalt in der Landschaft: Randstrukturen wie Hecken, Buschgruppen, ungemähte Stellen, offene Bodenlücken in Weiden, Blumenwiesen, Ast- und Steinhaufen, Kiesflächen, unversiegelte Feldwege, Holzbeigen – Hier finden die verschiedensten Insekten ihre Lebensräume. Insekten gehören in die Nahrungskette der Vögel und sind wichtig für die Pflanzen, was schliesslich wiederum dem Menschen zugute kommt.

Nach einem feinen Imbiss, organisiert von Theres Gschwend, wurde der geschäftliche Teil abgehalten. Das Protokoll der letzten Mitgliederversammlung sowie der Jahresbericht der Präsidentin, der Nistkastenbericht von Markus Egloff und der Bericht zur Amphibienbetreuung von Thomas Vogler wurden kurz erläutert, genehmigt und mit Applaus verdankt. Die Sanierung des Naturlehrpfades konnte Ende 2018 zusammen mit dem Forstbetrieb und mit finanzieller Unterstützung durch die Gemeinde, die Ortsbürger und weiteren Spendern sowie dem Beitrag von der Gwerbi 16 realisiert werden.

Die Rechnung 2018 konnte mit einer Vermögenszunahme von CHF 459.11 abgeschlossen werden. Die Kasse wurde von den Revisoren Anita Schibli und Jakob Schmid geprüft. Die tadellose Führung wurde Erich Schaffner verdankt. Fürs 2019 wird eine Vermögensabnahme von CHF 750.00 erwartet. Die Höhe der Mitgliederbeiträge fürs 2020 soll belassen werden.

Das Jahresprogramm 2019 beinhaltet neben den regulären Arbeitseinsätzen wiederum gesellige sowie informative Anlässe: Exkursion zum Kiebitz (Vogel des Jahres) mit Thomas Vogler am 13.4., Märtkafi am 4.5., Sternmarsch am 10.6., Abendexkursion mit Einblick in die Jagd am 28.6., Bau von Nisthilfen am 7.9. und am 8.9. die Herbstwanderung mit Besuch des neu eröffneten Naturzentrums Klingnauer Stausee. Ein ganz besonderes Erlebnis dürfte das Pflanzen von Hochstammbäumen in der Bünt werden (voraussichtlich am 2.3.19). Bei allen Anlässen sind immer auch Nichtmitglieder willkommen. Detailangaben zu den Anlässen findet man auf der Vereinshomepage www.nvn-niederrohrdorf.ch. Fürs 2018 hat Beatrice Bühler wiederum ein Jahrbuch erstellt, das bei ihr bezogen werden kann.

Der Abend schloss mit einem gemütlichen Zusammensein. Dabei wurde ein feines Dessertbuffet mit köstlichen Süsssigkeiten diverser Vereinsmitglieder genossen.

Fröhlicher Schlusshock 2018

Zum Schlusshock 2018 trafen 39 Vereinsmitglieder im Gemeindesaal Niederrohrdorf ein.

Nach einer herzlichen, allseitigen Begrüssung nahm man an einem der von Theres Gschwend herbstlich dekorierten 8-er-Tischen Platz. Zuerst gab es einen grünen Salat und dann mundete das Schweinsgeschnetzelte mit Rösti.

Zwischen dem Hauptgang und dem Dessert fand ein Unterhaltungsprogramm statt. Zuerst wurden alle mit einem Kurzfilm ins Reich des Vogel des Jahres (Wanderfalke) entführt. Anschliessend gab es ein Leiterli-Spiel-Turnier „Wer ist zuerst im Horst des Wanderfalken?“. Von jedem Tisch traten zwei Gewinner im Halbfinale gegeneinander an.  Ins Finale schafften es Mathias Mohler und Max Rohner.  Schliesslich erreichte Max Rohner zuerst den Horst und erhielt den von Edith Brack gesponserten Preis: Eine Tageskarte für die Furkabahn.

Endlich konnte das reiche, feine Dessertbuffet eröffnet werden. All die Köstlichkeiten hatten Vereinsmitglieder mitgebracht.

Nach dem freiwilligen, gemeinsamen Aufräumen kehrten alle von einem gemütlichen, geselligen, familiären Vereinsabend zufrieden und gut gelaunt heim.

Förderung gesunder Aufwuchsbedingungen durch Nistkastenreinigung

Die Mitglieder des Natur- und Vogelschutzvereins Niederrohrdorf waren dreimal im Wald unterwegs, um die Nistkästen zu kontrollieren und zu reinigen.

Beim ersten Einsatz waren 9 Erwachsene, eine Jugendliche und zwei Kinder in den Wäldern rund um die Moorgebiete im Einsatz. Bei der Waldhütte wurden sie nach getaner Arbeit mit einer feinen Kürbissuppe belohnt. Dabei wurde Beobachtetes ausgetauscht. Ein Kasten konnte nicht gereinigt werden, weil er von Hornissen besetzt war. Die Hornisse gehört zu den gefährdeten Insektenarten in der Schweiz und ist daher geschützt. Im Wald stören sie niemanden und müssen nicht umgesiedelt werden. Sobald das Volk den Kasten verlassen hat, kann er wieder gereinigt und den Höhlenbrutvögeln zur Verfügung gestellt werden.

Zwei Wochen später war eine Dreiergruppe mit der Leiter unterwegs, um die Baumläufer- und Eulenkästen zu reinigen. Als im Egelmoos die Leiter an einen Baum angestellt wurde, entwich ein Waldkauz – ein seltenes Erlebnis. Der Waldkauz wird wieder in seinen Kasten zurückkehren. Seine nächste Brut wird gesundheitlich profitieren, wurden doch Parasiten wie Vogelflöhe und Milben entfernt.

Im Rotrisch wirkte eine Gruppe von sieben Erwachsenen und zwei Kindern. Die meisten Nistkästen waren von Meisen besetzt. Meisen können ihr Nest nicht selber entfernen. Wird das Nest nicht entfernt, bauen sie im nächsten Frühling ein neues Nest oben drauf. Doch so können Räuber wie Marder sich leichter Eier oder Küken angeln.

Somit dienten alle drei Einsätze zur Förderung gesunder Aufwuchsbedingungen für die Jungvögel im kommenden Frühling.