Berichte

Exkursion ins Gebiet der Wasseramsel

Zur diesjährigen Frühlingsexkursion des Natur- und Vogelschutzvereins Niederrohrdorf  konnte Thomas Vogler gegen 30 interessierte Teilnehmende begrüssen.

Man traf sich bei der Reussbrücke im Gnadenthal. Die Reuss mit ihren vielen grossen Steinen im und am Wasser sowie mit der jetzigen geringen Wassertiefe ist ein typisches Gebiet für die Wasseramsel. Es dauerte nicht lange und die Exkursionsteilnehmenden konnten den Vogel des Jahres mit dem Fernglas auf einem Stein entdecken, von wo aus sie immer wieder ins Wasser eintauchte. Exkursionsleiter Thomas Vogler führte die Gruppe erst flussaufwärts, dann abwärts und an einen Bach, der in die Reuss mündet. Weiter oben plätschert der Bach unter einem Brücklein durch. Dort hatte sich ein Wasseramselpärchen niedergelassen. Emsig flog es hin undher. Die Teilnehmenden erfuhren, dass die scheue Wasseramsel auch an schnell fliessenden Gewässern in Städten wohnt, wenn die Umgebung naturfreundlich gestaltet ist. Ihr Nest baut sie gerne unter einer Brücke oder hinter einem Wasserfall, wo ihre Feinde wie der Marder nicht hinkommen. Vor dem Fliegen lernen die Jungen Schwimmen und Tauchen. Beim Tauchen schliessen sich ihre Nase und Ohren. Mit ihrem Schnabel dreht sie kleine Steine. So gelangt sie an ihre Nahrung, welche aus Wasserinsekten, Köcherfliegen- und Steinfliegenlarven, Schnecken , Regenwürmern, Kaulquappen, kleinen Fischen und mehr besteht.

Während der Exkursion konnten noch weitere Vögel beobachtet werden wie Gänsesäger, Mandarinente, Rot- und Schwarzmilane, Störche, Stare, Bachstelze, Graureiher, Amseln, Meisen und ein Girlitz beim Schmausen von Löwenzahnsämlingen. Fast am Schluss erfreute eine Mönchsgrasmücke mit ihrem Gesang. Ein herzliches Dankeschön geht an Thomas Vogler, welcher mit seinem wachen Auge und seinem scharfen Gehör die Teilnehmenden gekonnt auf die verschiedenen Vogelarten aufmerksam machte.

85. Mitgliederversammlung des Natur- und Vogelschutzvereins Niederrohrdorf

Vereinspräsidentin, Maria Gschwend, konnte am Freitag, 20.1.2017, 32 Vereinsmitglieder und  7 Gäste zur Mitgliederversammlung im Gemeindesaal Niederrohrdorf begrüssen.

Zuerst zeigte Beat Schneider einen spannenden Film zum Eisvogel, den er an der Töss gedreht hatte. Der Eisvogel baut seine Nisthöhle in die Uferwand. Diese muss steil sein, damit nicht ein Iltis oder Hermelin in den Eingang klettern und die Jungen holen. Auch von oben droht Gefahr. Der Fuchs scharrt ein Loch, um an die Nahrung zu kommen. Von unten kann das Wasser bei Überschwemmung ansteigen und die Brut zum Ertrinken bringen. Auch können stundenlang badende Gäste vor dem Nistplatz die Fütterung der Jungtiere verhindern.

Nach einem feinen Imbiss wurde der geschäftliche Teil abgehalten. Das Protokoll der letzten Mitgliederversammlung sowie die Jahresberichte der Präsidentin, der Nistkastenbericht sowie der Bericht zur Amphibienbetreuung von Thomas Vogler wurden genehmigt.

Die Rechnung 2016 konnte mit einer Vermögenszunahme von CHF 1869.60 abgeschlossen werden. Die Kasse wurde von den Revisoren Anita Schibli und Willi Kessler geprüft. Die tadellose Führung wurde Erich Schaffner verdankt. Fürs 2017 wird eine Vermögensabnahme von CHF 450.00 erwartet. Die Höhe der Mitgliederbeiträge soll belassen werden.

Im zu Ende gehenden Vereinsjahr musste der Verein auch von drei Ehrenmitgliedern Abschied nehmen. Ehrenpräsident Albert Wickart würdigte das Wirken von Arthur Egloff, Hans Gsell und Eugen Egloff.

Das Jahresprogramm 2017 beinhaltet neben den regulären Arbeitseinsätzen wiederum gesellige sowie informative Anlässe: Exkursion ins Gebiet der Wasseramsel mit Thomas Vogler am 22.4., Märtkafi (6.5)., Sternmarsch zur Waldhütte Remetschwil (5.6.), Abendwanderung entlang des Mülibachs (16.6.), Bau von Nisthilfen (2.9.), Wanderung mit Besuch Chly Rhy (10.9.) und Einführungskurs in die Vogelkunde (Start am 16.2.17). Bei allen Anlässen sind immer auch Nichtmitglieder willkommen. Detailangaben zu den Anlässen findet man auf der Vereinshomepage www.nvn-niederrohrdorf.ch. Fürs 2016 hat Beatrice Bühler wiederum ein Jahrbuch erstellt, das bei ihr bezogen werden kann.

Am Schluss lud ein feines Dessertbuffet mit köstlichen Süssigkeiten diverser Vereinsmitglieder zu einem gemütlichen Zusammensein ein.

Interessante Beobachtungen bei der Nistkastenkontrolle des Natur- und Vogelschutzvereins Niederrohrdorf

Am 22. Oktober waren 16 Erwachsene und 5 Kinder in Gruppen in den verschiedenen Waldgebieten rund um die Waldhütte Niederrohrdorf unterwegs. Am 5. November ging eine Gruppe am Vormittag den Eulenkästen nach und am Nachmittag war eine Gruppe im Rotrischwald im Einsatz.

Das Säubern der Kästen ist wichtig, damit im nächsten Frühling die Jungvögel in einem neuen, sauberen Nest heranwachsen können und nicht von Ungeziefer geplagt werden. Gleichzeitig kann aufgrund der Nester herausgefunden werden, von welcher Vogelart der Kasten besetzt war. Der Zustand der Nester lässt auch darauf schliessen, ob eine Brut stattgefunden hat oder nicht. In diesem Jahr wurden in vielen Nestern noch unausgebrütete Eier oder sogar Skelette von Jungvögeln gefunden.  Zu wenig Nahrung oder der Verlust eines Elternteiles können dazu führen, dass Eier nicht ausgebrütet oder Jungvögel nicht flügge werden. Neben traurigen Entdeckungen wird man auch immer wieder überrascht: Ein Kleiber hat einen Eulenkasten beschlagnahmt und den Eingang zugekleistert, so dass nur noch er durch das Loch kam. Ein weiterer Eulenkasten wurde in ein Bienenhaus umgewandelt. Darin befanden sich Waben gefüllt mit Honig. Aus einem Meisenkasten kletterte zur Freude der Kinder ein Siebenschläfer. Begeistert wurde dies beim gemütlichen Zusammensein bei der Waldhütte, wo die „Putzequipen“ am Schluss mit einer feinen Kürbissuppe und leckeren Kuchen verwöhnt wurden,  mitgeteilt.