Berichte

86. Mitgliederversammlung des Natur- und Vogelschutzvereins Niederrohrdorf

Vereinspräsidentin, Maria Gschwend, konnte am Freitag, 19.1.2018, 38 Vereinsmitglieder und  4 Gäste zur Mitgliederversammlung im Theoriesaal der Feuerwehr in Niederrohrdorf begrüssen.

Im ersten Teil wurde der Film „Der Ruf des Falken“ gezeigt. In den letzten Jahren haben sich die Bestände der Falken etwas erholt, da in der Landwirtschaft längst nicht mehr so viele gefährliche Insektenpestizide eingesetzt werden. Doch die zerstörte Nahrungskette wieder aufzubauen, braucht Zeit, da auch inzwischen die geeigneten Lebensräume verloren gingen. Die Falken haben neue Nistmöglichkeiten im Siedlungsraum entdeckt. Auf ihrem Speiseplan stehen Tauben, was deren Züchter verärgert. Da und dort werden sie daher Opfer von Vergiftungen, obwohl solche Taten illegal sind.

Nach einem feinen Imbiss wurde der geschäftliche Teil abgehalten. Das Protokoll der letzten Mitgliederversammlung sowie die Jahresberichte der Präsidentin, der Nistkastenbericht sowie der Bericht zur Amphibienbetreuung von Thomas Vogler wurden genehmigt.

Die Rechnung 2017 konnte mit einer Vermögenszunahme von CHF 1'085.85 abgeschlossen werden. Die Kasse wurde von den Revisoren Anita Schibli und Willi Kessler geprüft. Die tadellose Führung wurde Erich Schaffner verdankt. Fürs 2018 wird eine Vermögensabnahme von CHF 6’100.00 erwartet. Der Naturlehrpfad im Torfmoos soll saniert werden und die Abgaben an die Verbände werden höher zu Buche schlagen. Trotzdem soll die Höhe der Mitgliederbeiträge fürs 2019 belassen werden.

Turnusgemäss erfolgten Wahlen. Der bestehende Vorstand mit Maria Gschwend, Beatrice Bühler, Theres Gschwend, Erich Schaffner und Thomas Vogler sowie die seit 1996 amtende Revisorin Anita Schibli wurden unter der Leitung von Tagespräsident Albert Wickart einstimmig bestätigt. Als Nachfolger für den zurücktretenden Revisor Willi Kessler wurde Jakob Schmid gewählt. Mit der einstimmigen Wahl von Markus Egloff wird der Vorstand nun mit einem Mitglied mehr seine Aufgaben wahrnehmen. Willi Kessler wurde für seine Tätigkeit ehrenvoll verabschiedet. 

Das Jahresprogramm 2018 beinhaltet neben den regulären Arbeitseinsätzen wiederum gesellige sowie informative Anlässe: Exkursion „Wo ist der Wanderfalke?“ mit Thomas Vogler am 14.4., Märtkafi (5.5)., Sternmarsch zur Waldhütte Stetten (21.5.), Abendwanderung verbunden mit einer Exkursion entlang des Naturlehrpfades (01.6.), Bau von Nisthilfen (01.9.), Wanderung mit Besuch der Greifvogelstation Berg am Irchel (09.9.) und Schlusshock (17.11.18). Bei allen Anlässen sind immer auch Nichtmitglieder willkommen. Detailangaben zu den Anlässen findet man auf der Vereinshomepage www.nvn-niederrohrdorf.ch. Fürs 2017 hat Beatrice Bühler wiederum ein Jahrbuch erstellt, das bei ihr bezogen werden kann.

Das feine Dessertbuffet mit köstlichen Süssigkeiten diverser Vereinsmitglieder lud am Schluss zu einem gemütlichen Zusammensein ein.

Bei der Nistkastenkontrolle einen Laubfrosch entdeckt

Der Natur- und Vogelschutzverein Niederrohrdorf konnte 18 Personen zur diesjährigen Nistkastenkontrolle mobilisieren.

Ausgerüstet mit Spachtel, Stange, einem Gebietsplan und einer Liste nahm jede Gruppe ein Waldgebiet in Angriff. Alle Nistkästen wurden gefunden, gereinigt und wieder aufgehängt. Natürlich wurde auch protokolliert, wer oder was in diesem Jahr im Nistkasten gehaust hatte. Die Rangliste führten wiederum die Meisen an. Auch Kleiber, Trauerschnäpper und Sperlinge waren da und dort eingezogen. In einzelnen Nistkästen stiess man auf Spuren von Wespen und Siebenschläfer.

Eine Gruppe entdeckte aber etwas ganz Besonderes: Ein Laubfrosch hatte sich in einen Nistkasten zurückgezogen. Das wurde natürlich mit der Handykamera festgehalten. Laubfrösche verfügen über ein hervorragendes Haft- und Klettervermögen. Die Finger- und Zehenspitzen sind zu scheibenförmigen Haftballen geformt. Ein klebstoffartiges Sekret wird bei Anspannung der Muskeln abgesondert und unterstützt das Haften. Tagsüber dösen sie an Blätter und Äste geschmiegt, wo sie mit ihrer grünen Farbe gut getarnt sind. Nachts begeben sie sich auf Jagd nach Insekten, Spinnen oder Schnecken. Was der gefundene Laubfrosch im Nistkasten suchte, verriet er nicht.

Jedenfalls wurde er von allen beim gemütlichen Beisammensein bewundert. Wie immer endete der Anlass bei der Waldhütte bei einer feinen Kürbissuppe, gekocht von Käthi Kessler.

Erfolgreicher Herbstpflegeeinsatz im Torfmoos und in der Schneeschmelzi

Rund 50 Helfer und Helferinnen folgten dem Aufruf des Natur- und Vogelschutzvereins Niederrohrdorf zum Herbstpflegeeinsatz in verschiedenen Naturschutzgebieten.

Der Förster Guido Schibli hatte mit seinem Team bereits in den Vortagen in Absprache mit dem Naturschutzbeauftragten Josef Gasser Vorarbeiten im Torfmoos geleistet. Dieses Jahr hatte anlässlich eines Teamanlasses das Personal der Gemeindeverwaltung im Gebiet des Pumpwerkes Torfmoos bereits Schnittgut zusammengerecht und heraustransportiert. So konnten die 50 Helferinnen und Helfer gleich mit der Arbeit auf anderen Flächen rund um die Weiher im Torfmoos fortfahren. Eine Gruppe widmete sich der Bekämpfung invasiver Neophyten. Bei der Znünipause erklärte Josef Gasser anhand eines ausgehackten fremdländischen Hartriegels, wie sich dieser vegetativ ausbreitet. Gelangt ein Wurzelteil einer solchen Pflanze in den Wald, verbreitet sie sich innert kurzer Zeit unkontrolliert und verdrängt einheimische Pflanzen.

Bis zur Mittagspause wurde einerseits im Torfmoos und anderseits in der Schneeschmelzi weiter eifrig gearbeitet. Nach dem erfolgreichen Einsatz wurden alle beim Schulhaus Rüsler zu einem währschaften Mittagessen mit einem feinen Dessertbuffet erwartet. Dank des schönen Wetters fand dieser Abschluss ebenfalls draussen statt.