Berichte

93. Mitgliederversammlung

Vereinspräsidentin, Maria Gschwend, konnte am Freitag, 24.1.2025, 37 Vereinsmitglieder und zwei Gäste zur Mitgliederversammlung im Gemeindesaal Niederrohrdorf begrüssen.

Im ersten Teil hat Florian Randegger von der Abteilung BVUAW die Anwesenden auf eine spannende Reise durch Geschichte und Verbreitung der Krebse mitgenommen. Auch hat er auf die Gefahren des eingeschleppten Signalkrebses hingewiesen, welcher Träger der Krebspest ist. Der Signalkrebs selbst wird von dieser Krankheit nicht befallen, er ist nur der Wirt dafür. Im Mülibach von Niederrohrdorf konnten bis anhin bei all den bereits durchgeführten Krebsaktionen keine Spuren von Krebspest gefunden werden.

Nach einem feinen Imbiss, organisiert von Theres Gschwend, wurde der geschäftliche Teil abgehalten. Das Protokoll der letzten Mitgliederversammlung, der Jahresbericht der Präsidentin, der Nistkastenbericht von Markus Egloff und der Bericht zur Amphibienbetreuung von Thomas Vogler wurden erläutert, genehmigt und mit Applaus verdankt.

Die Rechnung 2024 konnte mit einer Vermögenszunahme von CHF 4’608.01 abgeschlossen werden. Die Kasse wurde von den Revisoren Anita Schibli und Jakob Schmid geprüft. Die tadellose Führung wurde Erich Schaffner verdankt. Fürs 2025 wurde ein Budget mit einem voraussichtlichen  Verlust von CHF 1'500.00 erstellt. Die Höhe der Mitgliederbeiträge fürs 2026 sollen belassen werden.

Das Jahresprogramm 2025 ist reichhaltig: Setzen/Abräumen der Amphibienschranken mit Amphibienzählung (15.2.,12.4.), Arbeitseinsätze in den Mösern (5.7., 9.8., 27.09.25), witterungsabhängige Einsätze wie Baum-und Heckenpflege in der Bünt, Neophytenbekämpfung, Exkursion zum Rotkehlchen (Vogel des Jahres) mit Thomas Vogler (27.4.), Märtkafi (10.5.) mit Empfang der umliegenden Vereine, die vom Sternmarsch eintreffen, Exkursion zu den Alpenseglern (28.6.), Bau von Nisthilfen (6.9.), Exkursion zum Arboretum in Dürrenäsch (13.9.), Nistkastenreinigung (25.10. u. 8.11.) und Signalkrebsaktionen (27.5. oder 03.06. sowie 9. oder 16.09.). Bei allen Anlässen sind immer auch Nichtmitglieder willkommen. Detailangaben zu den Anlässen findet man auf der Vereinshomepage www.nvn-niederrohrdorf.ch.

Der Abend schloss mit einem gemütlichen Zusammensein bei Kaffee und Kuchen.

285 Nistkästen sind wieder bezugsbereit

Der Natur- und Vogelschutzverein Niederrohrdorf kümmert sich mittlerweile um 285 Nistkästen, welche in den Wäldern von Niederrohrdorf, den Hecken entlang des Mülibaches und an den Obstbäumen im Märxli in Vogelrüti aufgehängt sind.

Dabei handelt es sich um Nistkästen, welche hauptsächlich Meisen aber auch Trauerschnäppern und Sperlingen zum Brüten dienen. Der Waldkauz braucht einen grossen Kasten in luftiger Höhe. Diese sind nur mit einer Leiter erreichbar und werden daher bei einem separaten Einsatz gereinigt. Auch für die Baumläufer, den Gartenrotschwanz und den Wendehals gibt es besondere Modelle. Unter der Leitung von Markus Egloff, Nistkastenverantwortlicher, ging es am 25.10.25 in Gruppen ausgerüstet mit Stange, Spachtel und Kontrollblatt auf zur Reinigung in diversen Gebieten. 18 Personen waren dabei. Bei diesem Hauptanlass werden die Helfenden jeweils mit einer feinen Kürbissuppe von Käthi Kessler belohnt. Man wurde gerade fertig, als der Regen einsetzte, und so fand der gemütliche Ausklang im Jagdhaus statt. In den Folgetagen waren einzelne Gruppen in den restlichen Gebieten unterwegs. Auffallend war, dass dieses Jahr praktisch alle Vögel flügge wurden. In den Nestern fand man kaum ein Ei oder gar einen toten Vogel. Da und dort hatten Wespen oder Hornissen einen Nistkasten beschlagnahmt. In einem Baumläuferkasten wurde ein grosser Vorrat von Eicheln entdeckt. Wer hat diesen wohl angelegt? Wer dies und die Nistkastenstatistik erfahren möchte, ist an der nächsten Mitgliederversammlung vom 23. Januar 2026 herzlich willkommen.

Gemeinsam und mit vereinten Kräften im Einsatz für die Natur

Das nasse, kühle Herbstwetter hielt die 52 Helfenden nicht ab, sich bereits um 8.00 Uhr beim Kesslerstein, Torfmoos, in Niederrohrdorf zu treffen.

Dort wurden sie von Thomas Vogler, Natur- und Vogelschutzverein Niederrohrdorf, in das Arbeitsprogramm eingeführt: Heraustragen des geschnittenen Riedgrases auf zwei grossen Flächen im Torfmoos und beim Weihermätteli in Holzrüti sowie Entfernen des Japanischen Staudenknöterichs (invasiver Neophyt) beim Kesslerstein.

Im Torfmoos hatte der Forst unter Anleitung von Guido Schibli und im Weihermätteli hatte das Bauamt mit den entsprechenden Maschinen das Riedgras in den Vortagen geschnitten. Dieses musste nun herausgetragen werden, damit die Moorvegetation sich gut weiterentwickeln kann. Die Moorpflanzen lieben nährstoffarme Böden. Der Boden und das geschnittene Riedgras waren nass und die Arbeit dadurch recht anstrengend.

Bis zur Znünipause waren alle im Torfmoos aktiv. Unter ihnen waren Leute vom Natur- und Vogelschutzverein, Feuerwehrverein, Jagdverein, LeiterInnen von Jungwacht-Blauring, Mitglieder der Jagdschule Mellingen, eine Jugendgruppe der kath. Kirche, weitere Möserfreunde und Möserfreundinnen sowie mit Gisela Zehnder und Justin Vogler eine Vertretung des Gemeinderates Niederrohrdorf.

Theres Gschwend wartete beim Pumpwerk Torfmoos um 9 Uhr mit einem stärkenden Znüni auf und kündete an, dass alle wie immer am Mittag ins Schulhaus Rüsler zum gemeinsamen, geselligen Mittagessen kommen sollen. Mit dieser Aussicht ging es nach der Pause zügig an die noch offenen Arbeiten, welche tatsächlich bis Mittag fast vollständig erledigt werden konnten. Der Anlass klang mit einem feinen, geselligen Beisammensein aus.