Berichte

285 Nistkästen sind wieder bezugsbereit

Der Natur- und Vogelschutzverein Niederrohrdorf kümmert sich mittlerweile um 285 Nistkästen, welche in den Wäldern von Niederrohrdorf, den Hecken entlang des Mülibaches und an den Obstbäumen im Märxli in Vogelrüti aufgehängt sind.

Dabei handelt es sich um Nistkästen, welche hauptsächlich Meisen aber auch Trauerschnäppern und Sperlingen zum Brüten dienen. Der Waldkauz braucht einen grossen Kasten in luftiger Höhe. Diese sind nur mit einer Leiter erreichbar und werden daher bei einem separaten Einsatz gereinigt. Auch für die Baumläufer, den Gartenrotschwanz und den Wendehals gibt es besondere Modelle. Unter der Leitung von Markus Egloff, Nistkastenverantwortlicher, ging es am 25.10.25 in Gruppen ausgerüstet mit Stange, Spachtel und Kontrollblatt auf zur Reinigung in diversen Gebieten. 18 Personen waren dabei. Bei diesem Hauptanlass werden die Helfenden jeweils mit einer feinen Kürbissuppe von Käthi Kessler belohnt. Man wurde gerade fertig, als der Regen einsetzte, und so fand der gemütliche Ausklang im Jagdhaus statt. In den Folgetagen waren einzelne Gruppen in den restlichen Gebieten unterwegs. Auffallend war, dass dieses Jahr praktisch alle Vögel flügge wurden. In den Nestern fand man kaum ein Ei oder gar einen toten Vogel. Da und dort hatten Wespen oder Hornissen einen Nistkasten beschlagnahmt. In einem Baumläuferkasten wurde ein grosser Vorrat von Eicheln entdeckt. Wer hat diesen wohl angelegt? Wer dies und die Nistkastenstatistik erfahren möchte, ist an der nächsten Mitgliederversammlung vom 23. Januar 2026 herzlich willkommen.

Gemeinsam und mit vereinten Kräften im Einsatz für die Natur

Das nasse, kühle Herbstwetter hielt die 52 Helfenden nicht ab, sich bereits um 8.00 Uhr beim Kesslerstein, Torfmoos, in Niederrohrdorf zu treffen.

Dort wurden sie von Thomas Vogler, Natur- und Vogelschutzverein Niederrohrdorf, in das Arbeitsprogramm eingeführt: Heraustragen des geschnittenen Riedgrases auf zwei grossen Flächen im Torfmoos und beim Weihermätteli in Holzrüti sowie Entfernen des Japanischen Staudenknöterichs (invasiver Neophyt) beim Kesslerstein.

Im Torfmoos hatte der Forst unter Anleitung von Guido Schibli und im Weihermätteli hatte das Bauamt mit den entsprechenden Maschinen das Riedgras in den Vortagen geschnitten. Dieses musste nun herausgetragen werden, damit die Moorvegetation sich gut weiterentwickeln kann. Die Moorpflanzen lieben nährstoffarme Böden. Der Boden und das geschnittene Riedgras waren nass und die Arbeit dadurch recht anstrengend.

Bis zur Znünipause waren alle im Torfmoos aktiv. Unter ihnen waren Leute vom Natur- und Vogelschutzverein, Feuerwehrverein, Jagdverein, LeiterInnen von Jungwacht-Blauring, Mitglieder der Jagdschule Mellingen, eine Jugendgruppe der kath. Kirche, weitere Möserfreunde und Möserfreundinnen sowie mit Gisela Zehnder und Justin Vogler eine Vertretung des Gemeinderates Niederrohrdorf.

Theres Gschwend wartete beim Pumpwerk Torfmoos um 9 Uhr mit einem stärkenden Znüni auf und kündete an, dass alle wie immer am Mittag ins Schulhaus Rüsler zum gemeinsamen, geselligen Mittagessen kommen sollen. Mit dieser Aussicht ging es nach der Pause zügig an die noch offenen Arbeiten, welche tatsächlich bis Mittag fast vollständig erledigt werden konnten. Der Anlass klang mit einem feinen, geselligen Beisammensein aus.

Der NVN zu Besuch im Arboretum Dürrenäsch

17 Teilnehmende kamen bei sonnigem Spätsommerwetter in den Genuss einer Führung durchs Arboretum mit anschliessender Degustation in Dürrenäsch.

In Fahrgemeinschaften erreichte man den Bahnhof Hallwil. Dort wurde die Gruppe von Victor Condrau, Landschaftsarchitekt und Projektleiter, abgeholt und in den Schaugarten mit Erwerbsanlage von Hallwil geführt. Hier erfuhren die Teilnehmenden viel Wissenswertes über die Kulturgeschichte von Wildobst und die rund 30 einheimischen Wildrosen: Aha,  die Rose hat nicht Dornen sondern Stacheln. Anschliessend konnten die Rosensträucher auf einem freien Spaziergang durch die Anlage in ihrem Herbstkleid besichtigt werden: Ihre Früchte unterscheiden sich in Formen sowie in Farben von Gelb bis Dunkelrot. Weiter führte die Reise hinauf nach Dürrenäsch. Oberhalb des Dorfes mit Weitblick übers Land befindet sich der Wildobstgarten. Dort wurden die Ölweide, die Felsenbirne, der Sanddorn, die Kirschenpflaume und die Kornellkirsche vorgestellt. Von jeder Art gibt es diverse Sorten, bei denen sich die Früchte in Grösse, Farbe und Geschmack unterscheiden. Alle Pflaumen und Zwetschgen sind übrigens auf Kreuzungen aus der Steinzeit zwischen Kirschenpflaume und Schwarzdorn zurückzuführen. Zum Abschluss führten Urs Keller und Mara Eberhard in die Kulinarik von Wildobst ein. Sie gaben Tipps, wie die Früchte ausser zu Sirup und Konfitüre auch anders verwertet werden können. U. a. wurden das Grundrezept zu Shrub verraten und ein paar Rezepte abgegeben. Die Degustation bildete den krönenden Abschluss des Anlasses. Die Anlagen mit den Informationstafeln sind übrigens öffentlich zugänglich. Ein Gang durch die blühenden Wildrosen im Frühling wäre sicher auch lohnenswert.