Berichte

Alle Nistkästen im Niederrohrdorfer Wald sind wieder bezugsbereit

Es ist bereits Tradition: Der Natur- und Vogelschutzverein machte sich unter der Leitung von Beatrice und Pierre Bühler Ende Oktober auf zur jährlichen Nistkastenreinigung. Anschliessend traf man sich zum gemütlichen Beisammensein bei der Waldhütte, wo Käthi Kessler die Helfer und Helferinnen wiederum mit einer feinen Kürbissuppe und Kuchen verwöhnte.

Dieses Jahr nahmen 13 Erwachsene und drei Kinder teil. Wiederum wurden in etlichen Nistkästen Nester von Meisen festgestellt. Leider fand man auch Skelette von Vögeln in den Nistkästen. Diese Vögel kamen nicht zum Ausfliegen. Es können verschiedene Gründe dazu führen: Die Eltern verunglücken und bringen kein Futter mehr. Das Futter ist wegen Schlechtwetters zu knapp und reicht nicht für alle Jungtiere. Es kann aber auch sein, dass die Nestlinge von Parasiten befallen werden, erkranken und verenden.

Gerade um den letzteren Fall möglichst zu verhindern, ist eine gründliche Reinigung der Nistkästen wichtig.

Die Nistkästen im Rotrisch wurden zwei Wochen später von 8 Erwachsenen und drei Kindern kontrolliert. Auch da wurden tote Vögel in den Nestern gefunden. Als die Naturfreunde auf dem Heimweg bei der Bushaltestelle Fohrhölzli vorbeikamen, stellten sie mit Freude fest, dass deren Vorschlag einer Amphibienleiter umgesetzt wurde. Die Frösche und Lurche können so durch den Bach sicher von einer zur anderen Strassenseite wandern.

Gemeinsam diverse Naturschutzgebiete gepflegt

Trotz schlechtem Wetter erschienen etwas mehr als 30 Helferinnen und Helfer zum Verrichten der Pflegearbeiten in den diversen Naturschutzgebieten in Niederrohrdorf.

Anfangs Woche trafen sich der Naturschutzbeauftragte Josef Gasser, der Förster Guido Schibli, die beiden Organisatoren des Einsatzes Paul Vogler und Ueli Schibli sowie die beiden Vorstandsmitglieder des Natur- und Vogelschutzvereins Maria Gschwend und Thomas Vogler zur Absprache der Arbeitseinsätze.

Bis am Samstag wurden Vorbereitungsarbeiten durch das Forst- und das Bauamt ausgeführt. Nach kurzer Einführung am Samstagmorgen wurden die verschiedenen Pflegearbeiten (Schneiden von Schilfgras und Heraustragen von Schnittgut in den Gebieten der Schneeschmelzi, des Torfmooses sowie Reinigen und Instandstellen des Naturlehrpfades) in Angriff genommen.

Dank der zahlreichen Helferinnen und Helfer, welche tatkräftig anpackten, konnten alle geplanten Arbeiten verrichtet werden.

Zur Stärkung wurde die Gruppe am Mittag von Theres Gschwend und ihrer Assistentin Jasmin Märki im Schulhaus Rüsler erwartet. Es gab eine feine Berner Platte. Bei Kaffee und von verschiedenen Vereinsmitgliedern gebackenen, köstlichen Kuchen wurde die Geselligkeit gepflegt und allen gedankt. Josef Gasser erläuterte die erfreuliche Entwicklung der Naturschutzgebiete. Dabei erfuhren die Anwesenden, dass die Möser eine Art Pflanzenarchiv bilden. Plötzlich geben sie einen Samen einer in früheren Zeiten existierenden Pflanze frei, welcher dank der guten Lebensbedingungen zu spriessen beginnt und so eine alte Art wieder aufleben lässt.

Eu, eine Eule!

Unter diesem Motto lud der Vorstand des Natur- und Vogelschutzvereins Niederrohrdorf zum diesjährigen Familientag ein. Die 16 anwesenden Personen erfuhren auf unterhaltsame Art einiges zur Waldohreule (Vogel des Jahres 2014) und zu weiteren Eulen. 

Mit einer vorgetragenen Käuzchen-Geschichte erfolgte der Einstieg ins Thema. Anhand von Präparaten verschuf man sich ein erstes Bild von den verschiedenen bei uns lebenden Eulen-Arten. Mit einer Powerpoint-Präsentation wurde viel Interessantes zur Waldohreule vermittelt.

Jetzt waren alle bereit, selber aktiv zu werden. Gruppen wurden eingeteilt. Jede Gruppe musste zuerst ein Puzzle zusammenstellen. Danach ging es ausgerüstet mit Bleistift und einem Frageblatt auf den ausgesteckten Parcours im Wald. Wer sich an jedem Posten genau mit dem Plakat auseinadersetzte, konnte auch die doch recht anspruchsvollen Fragen zur Waldohreule richtig beantworten und so sein eigenes Wissen erweitern.

Zurückgekehrt in den Holzlagerschopf wurden die Fragen aufgelöst. Unterdessen war es Mittag geworden. Wegen des wechselhaften Wetters wurde die Wurst nicht auf einem Lagerfeuer sondern auf einem Gasgrill gebraten. Dazu sponserte der Verein die Getränke und verschiedene Vereinsmitglieder brachten zum Dessert Kuchen und feine Trauben mit. 

Für die Anwesenden hatte es sich gelohnt, trotz des angesagten Schauerwetters teilzunehmen. Just als die Gruppen im Wald unterwegs waren, zeigte sich der Himmel von der freundlichen Seite und als man dann im Trockenen im Holzschopf gemütlich beisammen sass, liess der stürmische Regen draussen eine ganz besondere Stimmung aufkommen.